Ihr Vertrauen

Vor mittlerweile 14 Jahren bekam ich durch Ihr Vertrauen in meine Person die Möglichkeit geboten, diese Stadt mit neuen Ansätzen und Ideen auf die zukünftigen Herausforderungen vorzubereiten und sie für uns, für unsere Kinder und weiteren Generationen lebenswert zu gestalten.

Ich möchte Ihnen auf diesem Weg zuerst einmal VON HERZEN FÜR IHR VERTRAUEN DANKE SAGEN. Gleichermaßen gilt dieser Dank allen aktiven Bürgern, Vereinen und Unternehmen, die mit ihrem Engagement die positive Entwicklung unserer Stadt unterstützt und gefördert haben.

Ein Rückblick und eine Bestandsaufnahme aus meiner ganz persönlichen Sicht:

Unsere Kommune war, wie alle Städte in unserer Region, von starker Abwanderung geprägt. Unsere Oberschule stand mit ca. 40 neuen Schülern pro Jahrgang auf der Kippe, das Thema „Beobachtung/Schließung“ schwebte zum damaligen Zeitpunkt im Raum. Noch erheblich problematischer war die Situation in der Grundschule in Friedersdorf. Unsere Kindertagesstätte in Neusalza-Spremberg war in die Jahre gekommen und Spielflächen für Familien mit Kindern waren keine weiteren vorhanden. Es gab durch Leerstand eine nicht unerheblich hohe Zahl an Immobilien, die nicht gerade zu einem schönen Ortsbild beitrugen. Die öffentlichen Gebäude waren in einem relativ guten Zustand, es zeichnete sich trotzdem ein deutlicher Handlungsbedarf ab. Die Anforderungen in neue, aber auch in Bestandsgebäude waren durch gesetzliche Forderungen neu festgelegt. Als Beispiel sei hier nur die Thematik Brandschutz genannt. Und weitere kommen hinzu, z.B. Sicherheitsanforderungen, Vorgaben im Bereich akustischer Ausgestaltung von öffentlichen Räumen, barrierefreie und somit behindertengerechte Zugänge und vieles mehr. Die touristischen Angebote waren im kleinen Rahmen vorhanden. Die Wirtschaft stand durch die Krisenjahre um 2008 vor großen Veränderungen und Umbrüchen. Die Infrastruktur (Straßen, Brücken und Wege) war und ist in einem guten Zustand. Die Versorgung der Bevölkerung in den Bereichen Trinkwasser, Abwasser und der Grundausbau im Bereich Telekommunikation war durch die umfangreichen Investitionen in den 90iger Jahren gut ausgebaut. Durch frühere Förderprogramme bestand die Möglichkeit für viele private Hauseigentümer, in die Erhaltung der Gebäudesubstanz zu investieren und aus alten Immobilien ansehnliche Gebäude herzurichten. Gerade der Bereich unserer Märkte widerspiegelt dies bis in die heutige Zeit.

Gestartet bin ich in 2008 (mit Ihnen und den Räten) mit einer Analyse des IST-Zustandes, um im Ergebnis die ersten Arbeitsschritte festzulegen. Als Schwerpunktthemen wurden die Bereiche Bildung, Infrastruktur, Marketing, Tourismus, Wirtschaft und Arbeit sowie Gemeinschaft definiert. Diese wurden untergliedert und es erfolgte eine unabhängige Bewertung dieser Bereiche. Bei den einzelnen Punkten wurde eine Positiv-/Negativerfassung des damaligen Ist-Zustandes durchgeführt. Aus diesen Ergebnissen erfolgten Ableitungen, wo für die Zukunft die wichtigsten Handlungsfelder zu sehen sind.

Ziel war es, Aufgaben zu definieren, welche zur Minderung des Bevölkerungsrückganges beitrugen, die Schulstandorte stärkten, die touristische Wahrnehmung unserer Region verbesserten, das Zusammenleben über alle Generationen hinweg positiv verändern, das Vereinsleben fördern, die Wirtschaft unterstützen und vor allem Fremde dafür begeistern, in dieser Region sesshaft zu werden und zu bleiben.

Diese Themen erfolgreich anzugehen war damals schon eine große Herausforderung und ist es bis heute. Von Seiten des Freistaates standen im Landesentwicklungsplan solche Themen wie der Rückbau des ländlichen Raumes in den Bereichen Schulen, Polizei und Infrastruktur. Die aktuellen Problemfelder der heutigen Zeit sind in nicht unerheblicher Weise durch diese Vorgaben begründet und haben zu den Veränderungen in unserer Gesellschaft geführt. Die im Grundgesetz definierte Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und ländlichem Raum war und ist bis in die heutige Zeit nicht gegeben.

Gerade aber diese Herausforderung ist für mich persönlich der Antrieb aufzuzeigen, dass es sehr wohl möglich ist, gegen diesen scheinbaren Trend Akzente zu setzen. Ich möchte Ihnen gern unter der Rubrik „Schwerpunkte“ aufzeigen, welche Projekte bereits umgesetzt wurden, mit welchen Schwerpunkten wir uns aktuell beschäftigen und welche Ziele ich für die weitere positive Entwicklung unserer Stadt verfolge.

Um diesen Weg weiterhin beschreiten zu können, benötige ich Ihre Ideen, Ihre aktive Mitwirkung und vor allem weiterhin Ihr Vertrauen.